O’pen Skiff World Championships · 2021

O'pen Skiff World Championships 2021

Me­ta Ehr­mann vom Seg­ler­ver­ein Leip­zig ist noch jung, aber als Seg­le­rin schon mit tol­len Er­fah­run­gen ge­seg­net. In die­sem Jahr setz­te sie das Se­gel ih­res Skiffs bei der WM und in ih­rem Kiel­was­ser durf­ten ei­ni­ge Kon­kur­ren­tin­nen und Kon­kur­ren­ten ihr Se­gel von hin­ten se­hen. Se­geln ist ih­re Lei­den­schaft und Dank der er­folg­rei­chen Ju­gend­ar­beit am Kulk­wit­zer See und vor al­lem Dank ih­rer Trai­ne­rin Sil­ke Schwar­zer hat die jun­ge Seg­le­rin aus Leip­zig es bis zu die­ser WM auf Sar­di­ni­en ge­schafft. Nächs­te Sta­ti­on auf dem Re­gatt­aka­len­der: Die deut­schen Meis­ter­schaf­ten in Tra­ve­mün­de. Über ih­re Er­leb­nis­se und Er­fah­run­gen schreibt sie in ih­rem Blog: windundwelle.blogspot.com.
Nach ei­ner er­folg­rei­chen WM und ent­span­nen­den Som­mer­fe­ri­en geht es wei­ter mit der nächs­ten Re­gat­ta. Zwei Trai­nings­ta­ge und eben­falls zwei Re­gat­ta­ta­ge er­war­ten uns vier Leip­zi­ger in Lü­beck, Tra­ve­mün­de.
Mit nass-kal­ten Wet­ter star­ten wir am Don­ners­tag in die ers­te Trai­nings­ein­heit mit schö­nem Wind und kon­stan­ter Wel­le. Für Flo­ri­an, Mal­te und Me­ta, al­le drei SVL, ist das kein Pro­blem, sie sind das schon aus Ca­laset­ta ge­wöhnt, nur Kon­stan­tin vom 1. Yacht­klub Zwen­kau, braucht noch ein paar Ken­te­run­gen be­vor es flüs­sig lauft.
In der Mit­tags­pau­se wer­den wir al­le von Kon­s­tis Opa ge­ret­tet, wel­cher uns al­len schön war­men Ka­kao be­sorgt, und auch Bas­ti, der Trai­ner, braucht ei­ni­ge Über­zeu­gungs­ar­beit, da­mit es noch ein­mal auf das Was­ser geht.
Am Frei­tag tref­fen wir uns um zehn Uhr mor­gens und müs­sen fest­stel­len, dass die Bran­dung zu stark ist. Wir las­sen die Boo­te erst ein­mal in Ru­he und un­ter­hal­ten uns, tau­schen Neu­ig­kei­ten aus mit den Leu­ten aus Hal­tern am See. Auch zwei Fran­zo­sen von der WM ge­sell­ten sich im Lau­fe des Vor­mit­tags zu uns, und un­se­re Trai­nings­grup­pe ver­sucht sich an Vol­ley­ball. Der Ball be­rühr­te lei­der et­was häu­fi­ger den Bo­den als vor­ge­se­hen, doch es war trotz­dem lus­tig.
Nach­dem Bas­ti uns doch noch et­was Theo­rie am Boot zeig­te, spiel­ten wir et­was Wi­kin­ger­schach: Leip­zi­ger ge­gen Rest. An­schlie­ßend ging es in ei­ner Run­de Uno dar­um, wer das Wi­kin­ger­schach auf­räu­men muss­te.
Et­was spä­ter lie­fen wir zur Tra­ve, und fuh­ren dort ei­ne klei­ne Run­de Mo­tor­boot, schau­ten und die Pas­sat, ein Vier­mas­ter, wel­cher mitt­ler­wei­le als Mu­se­um ge­nutzt wird, und vie­le an­de­re schö­ne Boo­te an. Auf die Ost­see fuh­ren wir nicht, da die Wel­len ein­fach zu groß wa­ren. Das sah man um­so bes­ser, als wir zum Leucht­turm lie­fen.
Am Nach­mit­tag ka­men dann auch ein paar der Lü­be­cker, und zu­sam­men fuh­ren wir dann ein paar Pro­be­wett­fahr­ten, da der Wind und die Wel­len nach­ge­las­sen hat­ten.
Am Sams­tag­mor­gen ging es früh aus den feucht-kal­ten Schlaf­sä­cken, da es auf dem Ver­eins­ge­län­de Früh­stück gab.
Mit gu­ter, aber ho­her Wel­le und na­he­zu per­fek­tem Wind ging es auf die Ost­see, wo es jetzt ernst wur­de. Wäh­rend Me­ta und Flo sich im­mer wie­der kon­stant auf den neun­ten und zehn­ten Platz fuh­ren, klet­ter­te Mal­te auf ei­nen zwei­ten Platz in der Ge­samt­wer­tung. Heu­te wa­ren gu­te Be­din­gun­gen, so dass wir auf den Vor­wind­kur­sen im­mer wie­der Wel­len er­klim­men und ab­sur­fen konn­ten. Hin und wie­der muss­te man sich an der Bord­wand fest­klam­mern, um nicht vom Boot ge­spült zu wer­den, doch al­les in al­lem ge­stal­te­te es sich sehr kalt aber spa­ßig.
Am Abend gab es Bur­ger, auch ve­ge­ta­risch, so dass für je­den et­was da­bei war.
Am Sonn­tag hieß es dann, drei letz­te Wett­fahr­ten durch­zu­hal­ten, was Flo lei­der nicht so gut ge­lang, kein Wun­der bei dem Wind. Je­der kämpf­te mit dem Boot, und ab­ge­se­hen von Kon­sti hin­gen al­le durch­ge­hend über der Kan­te.
Flo­ri­an kämpf­te sich am En­de auf den 13. von acht­zehn Plät­zen und Kon­stan­tin konn­te sich durch sein vor­teil­haf­tes Ge­wicht auf dem 11. Platz vor­ar­bei­ten, wäh­rend Me­ta und Mal­te ih­re Plät­ze, in die­sem Fall ei­nen 9. und ei­nen 2. Platz, ver­tei­di­gen konn­ten.
Deut­scher Meis­ter wur­de Fred­die.
Ein gro­ßer Dank geht raus an die El­tern und Be­glei­ter, die all das mög­lich ge­macht ha­ben, aber auch an Bas­ti, un­ser Trai­ner vor Ort, der mir schon vie­le nütz­li­che Was­ser­stun­den an­ge­bo­ten hat.
Der größ­te Dank ge­hört mei­ner Mei­nung nach Sil­ke, un­se­rer Heim­trai­ne­rin, die je­de Wo­che aufs neue ein spa­ßi­ges aber den­noch nütz­li­ches Trai­ning für ein un­glaub­lich coo­les Team er­stellt. Sie hat mir in der letz­ten Sai­son mehr bei­ge­bracht als ich für mög­lich ge­hal­ten hät­te, und et­was wie die deut­sche Meis­ter­schaft oder die WM hät­te ich mir wohl ab­schmin­ken kön­nen, wä­re sie nicht ge­we­sen.
Ob­wohl das Wet­ter hät­te bes­ser sei­en kön­nen, war es ei­ne wirk­lich coo­le und spa­ßi­ge Re­gat­ta.
Und wen die Regatten und unsere Trainingslager sehr interessieren, kann gerne mal auf meinem Blog: windundwelle.blogspot.com vorbeischauen.

Meta Ehrmann • GER 11017 • SVL


O’PEN SKIFF WORLD CHAMPIONSHIPS 2021
CALASETTA, SARDINIA, ITALY

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